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Was ein Wochenende...

Autor: Helen | Datum: 10 Dezember 2013, 10:50 | 2 Kommentare

Eine Kirche wird eingeweiht und das geht natürlich nicht ohne ein riesiges Fest drum herum.

 Die eingeweihte Kirche steht in Nemnemleleu und steht hier eigentlich schon seit 2000 (Zahlenangaben sind ohne Gewähr), doch um eine richtige Einweihung zu feiern fehlte zwischen durch das Geld. Auch die Endgültige Fertigstellungwar erst dieses Jahr.

Die Vorbereitung

So wurde schon vor Wochen mit den Vorbereitungen begonnen:
Die Kirche hat einen komplett neuen Anstrich bekommen.
Die Glocke wurde in den Glocknturm gehängt.
Und es wurde sogar ein temporärer Anbau aus Bambus und Zeltplane gebaut.
Und da die Einweihung genau in die Weihnachtszeit fiel, musste natürlich auch die Kirche geschmückt werden.
So wurde eine große, fertig geschmückte, künstliche Tanne vorne hingestellt und der restliche Weihnachtsstmuck nach einem gründlichen Waschdurchgang aufgehängt. Doch nicht nur Weihnachtsschmuck wurde aufgehängt. Alle haben wir mit geholfen. So haben wir von der permuda (die Jugend) Mengen an Girlanden geflochten und aufgehängt. Das war echt viel Arbeit. Die Fraungruppe hat dann diese noch einmal umarrangiert.

Doch dann letzten Samstag haben wir dann alle zusammen gearbeitet und die Kirche wunderschön hergerichtet. Riesige frische Blumensträuße kamen vor dem Aaltar und dem Eingang der Kirche. Spezielle Sessel ersetzten die erste Bankreihe für die wirklichen special guests.
Die komplette Kirche haben wir grund gereinigt. 

Doch das Schmücken war noch die leichtere Arbeit. 
Für den Sonntag wurden ca 300 (ich tue mich sehr schwer mit schätzen, können mehr und weniger gewesen sein) Leute erwartet und für alle gab es Mittagessen. 

Hier in Mentawai gibt es zu Festen eigentlich immer das gleiche Essen. Da es ja meistens Fisch im Alltag gibt, werden für Feste immer Schweine geschalchtet. So gibt es dann natülich Reis mit Schwein in zwei Verschieden Varianten. Die eine ist typisch Mentawai, sie ist wie eine Suppe mit etwas Gemüse und mit sehr leckeren Kräutern. Sie ist absolut nicht scharf, sondern schön angenehm mild. Die andere Variante kommt eigentlich von den Bataks (Nord Sumatra). Sie ist keine Suppe, aber hat schon ein bisschen Sauce und sie ist voll mit Gewürzen, es ist eine richtige Geschamckexplosion, wenn man das ist. Es gibt auch eine spezielle Machart dahinter. Leider war ich noch nicht dabei, als es gekocht wurde. Aber es wird bestimmt noch einige Feste geben, wo ich es lernen kann ;D

So wurden letzten Samstag 9 Schweine geschlachtet. Sie werden erst komplett gegrillt und dann wieter verarbeitet. Und das ist eher die Arbeit der Männer. Da ist es hier noch sehr aufgeteilt. Die Männer kümmern sich um die Schweine. Doch das ganze Gemüse und den Reis, schneiden und kochen die Frauen. So traffen sich die Frauen schon Samstagmittags, jede brachte ihr eigenes Messer mit und haben Mengen an Gemüse geschnitten. Der Reis wurde erst in der Nacht gekocht.

Wir von der Permuda haben 8 Gallonen Trinkwasser in kleine Tüten verpackt. Ja man kann Flüssigkeit in Tüten vrpacken ohne, dass etwas ausläuft. MIt einem Gummi und einer speziellen Technick, die ich jetzt zwar auch schon behersche, aber meine Tüten haben leider noch nicht so viel Power...da muss ich einfach noch wieter üben Wink

Bei so viel Arbeit muss es natürlich auch Stärkung geben. So gab es für alle die mit halfen Abendessen. In dem Haus, wo es das Essen gab, ist eigentlich ein kleiner Kiosk, doch an dem Abend wurde dort, das ganze Schweinefleishc geschnitten. So ein riesiger Berg Fleisch, echt unglaublich. Und direkt neben an, stand das extra aufgebaute Küchenzelt. Gekocht wurde auf Feuer.

Doch es wäre ja langweilig, wenn alles einfach und ohne Probleme laufen würde. SO war nach einem ziemlich heftigen Regen, auf einmal der Strom weg und wirklich alles war dunkel. Da ist dann einbisschen die Kriese ausgeborchen.. Zwei Studentinnen von der STTKM und ich wollten noch in einem anderen Haus in Sibeibei (Nachbardorf) mithelfen beim kochen. Doch ds geht natürlich nicht ohne Strom. Und alle hatten Angst dass der Sonntag ein totaler Reinfall wird, wiel nichts richtig fertig gemacht werden konnte, auch mit Notfall Lampen. Doch nach ca 3 Stunden war der Strom wieder da und ale waren erleichtert.

So sind dann Rika, Enista und ich dann um 10 Uhr Abends nach Sibeibi gelaufen durch den Regen um ca. 5kg Gurken und Möhren, Mengen an Zwiebeln und Annanas zu schählen und zu schneiden. Mawar kam später noch dazu und mit noch zwei weiteren Frauen, haben wir bis 1 Uhr Morgens in der Küche gesessen. Um 2 Uhr mussten wir wieder zurück nach Nemnem und den Reis in Tüten zu packen, so haben wir versucht wneigstens die eine Stunde zu schlafen.

Als wir dann um halb drei Uhr in Nemnem waren, war der Reis aber noch nicht fertig, sondern erst um 4 Uhr. So sind wir ins Guesthouse gegangen und haben nochmal versucht ein bisschen zu schlafen.

Um 4 Uhr ging es dan los mit dem Reis. Auch fürs Reis einpacken gibt es eine spezielle Technik, die ich auch noch nicht so ganz behersche, so wurde ich immer ausgelacht. Aber das hat uns wenigstens wach gehalten. Um 6 Uhr sind Enista und ich dann zu Mama Grace gegangen um ihr noch beim Kochen zu helfen. Und da hatte ich das Gefühl ich würde den Tag nicht schafffen ohne einzuschlafen.

Doch mit einem sehr, sehr starken Kaffee, einer sehr kalten Dusche war ich soweit wach, dass ich es geschafft ahbe, den ganzn Gottesdienst wach zu bleiben.

So weit zu den Vorbereitungen :D

Die Einweihung

 Die Zeremonie fing natürlich draußen vor der verschlossenen Kirche an.

Alle wichtigen Leute, also der Ephorus, der General Sekretär, der Bupati (der höchste politische Mann von Mentawai) und Pfarrerer der GKPM von allen Inseln, kamen in einem langen Zug zur Kirche und wurden mit einem Mentawai Tanz, einem Nias Tanz und dieversen Chören begrüßt. Und bekamen selbst genähte Blumenketten (Ich habe auch versucht eine zu machen, bin leider gescheitert :D ). 

Das war echt alles sehr eindrucksvoll! Meine Mentorin, Friska, hat die  ganze Zremonie moderierd.
Und dann haben der Ephorus und der Bupati die Kirche geöffnet unter lautem Glocken geläut. Alle strömten in die Kirche für den zweiten Teil, dem Gottesdienst. Es war echt unglablich voll. Alle Jugendlichen wurden nach oben auf die Empore geschickt. Die Ehrengeste, hatten natürlich alle ihren Platz vorne. Doch einige mussten stehen oder draußen sitzen.

Der Gottesdienst wurde von Ibu Pandeta Rugun geführt, sie hat an diesem Wochenende echt alles gemacht und organisiert und das obwohl am Sonntag ihr Sohn Geburtstag hatte. Es haben wieder die vershciedensten Chöre und Vocal Groups gesungen und sie Kindergottesdienstkinder habn noch einen Bataktanz aufgeführt, wo spontaner Weise, einige der Kirchgäst nach vorne gingen und den Kindern Geld gegebn haben und mit getanzt haben. Insegsamt kamen fast drei juta (Millionen) Rupiah zusammen und es wurde beschlossen, dass sie der Sekolah Minggu (Kindergottesdienst) zur Gute kommen. Das war echt eine Überraschung.

Die Predigt hat der Ephorus gehalten. Doch leider habe ich nicht viel verstanden. 

Insegesamt dauerte der Gottesdienst vier Stunden und trotzdem wurden einige Programm Punkte ausgelassen. Zum Beispiel eine Kinderflötengruppe und unsere Vocal Gruppe von der Permuda wurde ausgelassen und auch der extra entstandene Chor mit Männern und Frauen der Kirchengemeinde hier in Nemnem. Das war echt etwas schade. Aber bei dem ganzen Durcheinander und so vielen anderen Programmpunkten, auch irgendwie verständlich.

Das Schönste war die Segnung am Ende, alle Pfarrer, es waren besitmmt um die 15, standen vorne in inem Halbkreis und haben die Segnung gesprochen. 

Nach dem Gottesdienst wurde es etwas stressig. Das Essen musste in der Kirche verteilt werden. In der Kirche waren noch alle möglichen Reden von den verschiedenen Menschen. Doch draußen waren auf einmal mehr Menschen, als vorher im Gottesdienst und die große Sorge kam auf: reicht das Essen? 

Doch es reichte. Alle haben etwas bekommen, wein bisschen ist sogar übrig geblieben. Aber bis alles verteilt war, war es pure Hektik, weil alle es irgendwie anders machen wollten.  Und wenn man Essen verteilt, kommt man selber nicht so schnell zum Essen. So war es ein wunderbares Gefühl, irgendwann auch sleber etwas Essen zu können.

Die special Guest haben natürlich ein kleines Buffet bekommen mit mehr Auswahl ;) 

Aber als das Essen vorbei war, gingen die Menschen ziemlich schnell nach Hause und auf einmal war alles leer.

Es wurde nur das nötigste Aufgeräumt, wiel alle so müde und fertig waren. Doch es war so ein schöner Tag, dass alle glücklich nach Hause gegangen sind. Auch die 4 Stunden Gottesdienst, kamen mir überhaupt nicht so lange vor.

Am Abend habe ich meine Nachberin Karen besucht und wir haben den Abend  mit der amerikanischen Fassung von The Voice ausklingen lassen. Doch ich habe es nicht mal mehr bis zur Entscheidung geschafft und bin um 10 Uhr einfach nur noch übermüdet ins Bett gefallen (:

 Es war ein echt wunderbares Wochenende! Ich kämpfe zwar immer noch mit der Müdigkeit, doch die wird vergehen (:

Liebste Grüße!

 

 

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